So viel Auto wie nötig - so wenig wie möglich!
Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt für Anwohner, Handel, Gewerbe, Besucher:
Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer und ÖPNV-Nutzer müssen gleichberechtigt behandelt werden. Diejenigen, die auf das Auto angewiesen sind, müssen es auch in der Innenstadt weiterhin nutzen können. Die Fahrrad-Infrastruktur soll weiterhin verbessert werden.
Eine Wiederentdeckung der Straße als Lebensraum ist wichtig. Wir brauchen neue Konzepte, die es allen Verkehrsteilnehmern erlauben, ihren Platz zu finden. Auch älteren Mitbürgern, Menschen mit Behinderung und Kindern gehört die Straße. Für den City-Verkehr gilt: So viel Auto wie nötig – so wenig Auto wie möglich.
Wir unterstützen Pläne, den Verkehr im bei Augsburgern und Touristen beliebten Lechviertel auf Anlieger- und Anlieferverkehr zu beschränken. Die Altstadt muss für Touristen und Besucher ein attraktiver Anlaufpunkt sein. Auch die Bedürfnisse der Altstadtbewohner müssen berücksichtigt werden.
Wir fordern ein Parkhaus oder eine Tiefgarage in unmittelbarer Nähe der Kongresshalle, um das für Augsburg wichtige Kongresswesen zu unterstützen. Beides soll gleichzeitig auch als Quartiersgarage genutzt werden können bzw. von den in Göggingen stationierten Polizeikräften.
Die Freien Wähler setzen sich ein für stadtweite attraktive und verlässliche ÖPNV-Angebote, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren.
Im Nahverkehr streben wir eine Abkehr von einer überwiegend sternförmig angeordneten Linienführung an:
Der ÖPNV braucht eine Verbindung, die Haunstetten-Inningen-Göggingen-Leitershofen-Stadtbergen verbindet und bis zum Uni-Klinikum führt bzw. eine Linie, die Lechhausen mit Gersthofen verbindet.
Um die Innenstadt herum ist die Linienführung der Straßenbahn so zu verändern und zu ergänzen, dass eine Ringlinieentsteht. Dafür müssen neue Gleise von der Forsterstraße um die City-Galerie herum bis zum Jakobertor gelegt werden. Die Maximilianstraße soll von Tram-Gleisen, Oberleitungen und Weichen befreit werden. Dadurch entstehen Chancen zur Begrünung und für mehr Aufenthaltsqualität. Wir unterstützen das Bürgerbegehren „Tramring schaltet grün“.
Besucher, die ihr Auto auf einem der Park & Ride Plätze abstellen, um von dort mit dem ÖPNV in die Stadt fahren, sollen das mit einem stark ermäßigten Ticket tun können.
Bustakte müssen genauso flexibel gestaltet werden wie die Takte der Straßenbahnen, um auf hochfrequentierten Strecken in Stoßzeiten angemessen reagieren zu können. Ein besonderes Augenmerk legen wir auf die Buslinie 32 zur Uni-Klinik.
Um zukunftsfähig zu werden, sollen die Stadtwerke beauftragt werden, ein Modellprojekt für autonomes Fahren zu initiieren. Eine Kooperation mit den Entwicklungen der Technischen Hochschule Augsburg soll geprüft werden.
In den Stadtteilen sind Bürgerbüros bzw. Mehrgenerationenhäuser als Orte der Begegnung und Identifikation weiter auszubauen und der Ausbau von Kurzzeitpflegeplätzen in den Stadtteilen ist voranzutreiben.