10.02.2026
OB-Kandidat Aigner besucht die Bertolt-Brecht Realschule Augsburg

Besuch an der Bertolt-Brecht-Realschule: Sanierungsbedarf darf kein Dauerzustand bleiben

Hannes Aigner und Stadtrat Johann Wengenmeir haben die Bertolt-Brecht-Realschule in Augsburg besucht und sich vor Ort ein Bild vom Zustand des Schulgebäudes gemacht. Die Schule ist in weiten Teilen sanierungsbedürftig. Besonders problematisch ist, dass der einzige Aufzug der Schule seit dem Jahr 2023 außer Betrieb ist. Bis heute ist es nicht gelungen, die notwendigen Mittel bereitzustellen, um diesen zu ersetzen.

„Es ist sehr schade zu sehen, dass es in nunmehr drei Jahren nicht gelungen ist, die finanziellen Voraussetzungen zu schaffen, um den einzigen Aufzug der Schule wieder in Betrieb zu nehmen“, so Hannes Aigner.

Darüber hinaus zeigt der Schulalltag zahlreiche weitere Mängel: Sanierungsarbeiten werden teils begonnen, aber nicht abgeschlossen. So sind Wände zwar verputzt, aber nicht gestrichen worden, weil unklar ist, ob dies noch von der Projektfinanzierung gedeckt ist.

Besonders schockierend ist, dass es mehrfach vorgekommen ist, dass Urin aus maroden Abwasserleitungen durch die Decke in Klassenzimmer getropft ist. Zudem blättert Putz von den Wänden ab, da die Dachentwässerung nicht mehr voll funktionsfähig ist. „Es ist erschütternd zu sehen, in welchem Zustand eine Schule in Augsburg sein kann – und leider ist das kein Einzelfall“, so Aigner weiter.

Die Freien Wähler setzen sich dafür ein, dass Schulsanierungen in Augsburg einen deutlich höheren Stellenwert erhalten. „Notfalls müssen andere Projekte zurückgestellt werden. Unsere Kinder verdienen ein Lernumfeld, das ihnen Wertschätzung vermittelt und ihnen faire Startchancen bietet“, betont Aigner. Mehr Mittel für Bildung seien dringend notwendig – das sei eine Investition in die Zukunft der Stadt.

Hannes Aigner erklärt:
„Es ist sehr schade zu sehen, dass nach wie vor gravierende Mängel an Schulen in Augsburg bestehen und es oft an ganz banalen Dingen fehlt. Gerade Kinder, die auf politische Unterstützung angewiesen sind, brauchen eine starke Stimme – für sie möchte ich mich einsetzen.“

Auch Hans Wengenmeir übt Kritik an der aktuellen Entwicklung: „Immer mehr Hausmeisterstellen werden gestrichen. Das führt dazu, dass Schulen schneller verfallen und am Ende deutlich höhere Sanierungskosten entstehen, als es mit ausreichend Personal nötig wäre.“